Hochwasser- und Starkregen: Stadt Rheinbach legt Schutzkonzepte vor

10. September 2026 | Aktuelles

Medieninformation vom 09.09.2026

• Ausschuss für Umwelt und Mobilität empfiehlt dem Rat die Beschluss-fassung
• Rund 120 Millionen Euro Investitionsvolumen für die schrittweise Umsetzung

Die Stadt Rheinbach stellt die Weichen für einen langfristig angelegten Hochwasser- und Starkregenschutz im gesamten Stadtgebiet. Am 8. September, wurden dem Aus-schuss für Umwelt und Mobilität die erarbeiteten Konzepte zum Hochwasser- und Starkregenschutz vorgestellt. Der Ausschuss empfiehlt dem Rat, diese zu beschließen.

Für einen umfassenden Schutz vor den Folgen von Überflutungen wurden für Rhein-bach zwei Konzepte erarbeitet: eines für den Hochwasserschutz und eines für den Starkregenschutz. Während Überflutungen bei Hochwasser vor allem durch über die Ufer tretende Gewässer entstehen, können bei Starkregen lokal begrenzt große Was-sermengen innerhalb kurzer Zeit oberirdisch abfließen und dabei zu Überflutungen führen. Beide Konzepte ergänzen sich und bilden gemeinsam einen umfassenden Schutzansatz für das Stadtgebiet.

Das Hochwasserschutzkonzept wurde durch das Ingenieurbüro Björnsen Beratende Ingenieure GmbH, auf Grundlage der in der Hochwasserschutzkooperation Erft festge-legten Vorgehensweise erarbeitet. Parallel entwickelte die Kommunal Agentur NRW das Starkregenschutzkonzept. Beide Prozesse umfassten eine mehrstufige Beteiligung der Öffentlichkeit mit Bürgerworkshops und Gewässerbegehungen. Hinweise und Maß-nahmenvorschläge aus der Bürgerschaft flossen in die Planung ein.

Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung, vorhandener Daten und ergänzender Untersuchungen wurden konkrete Maßnahmen entwickelt. Diese wurden unter anderem hinsichtlich ihrer Schutzwirkung, technischen Machbarkeit, Wirtschaft-lichkeit, Flächenverfügbarkeit und Umsetzbarkeit bewertet und priorisiert. Die Maß-nahmen beider Konzepte greifen dabei ineinander und berücksichtigen unterschiedli-che Ursachen und Wege, auf denen Wasser im Stadtgebiet zu Überflutungen führen kann.

Die Umsetzung der Konzepte ist eine langfristige Aufgabe. Das derzeit geschätzte Ge-samtinvestitionsvolumen liegt bei rund 120 Millionen Euro. Für die Hochwasser-schutzmaßnahmen wird eine Förderung von bis zu 80 Prozent erwartet. Auch die Er-stellung der Konzepte wurden schon Fördermittel des Landes bereitgestellt. Die schritt-weise Umsetzung sollen Schritt für Schritt und entsprechend ihrer Priorität umgesetzt werden.

Technische Maßnahmen allein können keinen vollständigen Schutz gewährleisten. Auch die individuelle Vorbereitung, das eigene Sicherheitsbewusstsein und umsichtiges Verhalten der Bürgerinnen und Bürger tragen dazu bei, Menschenleben zu schützen und Schäden zu vermeiden. Hochwasser- und Starkregenvorsorge ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung.

Als nächstes wird sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 5. Oktober mit der Thematik befassen. Trotz der angespannten finanziellen Rahmenbedingungen besteht in Bürgerschaft, Politik und Verwaltung große Einigkeit darüber, dass der Schutz vor Hochwasser und Starkregen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe ist. Die abschließende Beschlussfassung soll der Rat der Stadt Rheinbach in seiner Sitzung am 12. Oktober treffen.

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