Drittes Hochwasserforum Erft: Rund 100 Fachleute im Austausch an der Gymnicher Mühle

19. Oktober 2026 | Aktuelles

Am 8. Oktober hat die Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft (hwsErft) zum dritten Hochwasserforum Erft eingeladen. Rund 100 Vertreter*innen von Umweltministerium, Bezirksregierungen, Kreisen, Kommunen, Fachfirmen, Naturschutzorganisationen und Erftverband diskutierten an der Gymnicher Mühle in Erftstadt über den Hochwasserschutz in der Region.

Hochwasserschutz funktioniert nur gemeinsam. Deshalb haben sich viele Kreise und Kommunen im Erft-Einzugsgebiet unter Federführung des Erftverbandes zur Hochwasserschutzkooperation Erft zusammengeschlossen. Das jährliche Hochwasserforum bringt alle Beteiligten an einen Tisch.

Gemeinsamer Wissensstand zum Start

In diesem Jahr ist der künftige Regionalpakt Erft neu dazugekommen. Damit alle auf demselben Stand sind, blickte Dr. Julian Struck zunächst auf vier Jahre hwsErft zurück und gab einen Ausblick auf die nächsten Schritte. Dr. Daniel Bittner zeigte, wie weit der Ausbau der interkommunalen Hochwasserschutzmaßnahmen im Erft-Einzugsgebiet ist.

Konzepte aus Kommunen und Land

Wolfgang Honecker stellte das Hochwasserschutzkonzept der Stadt Euskirchen vor. Es zeigt, wie eng Hochwasserschutz, Starkregenvorsorge und blau-grüne Infrastruktur zusammenhängen, also mehr Wasser- und Grünflächen, die Regen aufnehmen und zurückhalten. Dr. Tilo Keller erläuterte, wie der Erftverband sein Hochwasserinformationssystem HOWIS weiterentwickelt. Einblicke in die Entwicklungen auf Landesebene gaben Dr. Fabian Gier zum Sachstand des 10-Punkte-Arbeitsplans „Hochwasserschutz in Zeiten des Klimawandels“ und Daniel Posanski zum risikobasierten Ansatz für Hochwasserschutzkonzepte in NRW.

Wo Ökologie und Hochwasserschutz zusammenpassen

Gerrit Heinmüller stellte das LEADER-Projekt „Bäche der Swist – Wasserrückhalt im Forst“ vor, Dr. Martina Erken sprach über Ökosystemleistungen an Fluss und Aue. Beide Beiträge zeigten, wo naturnahe Lösungen den technischen Hochwasserschutz sinnvoll ergänzen. Zum Abschluss ging Tobias Küppers der Frage nach, warum öffentliche Einrichtungen kommunizieren müssen.
Zeit für Austausch
Zwischen den Vortragsblöcken blieb ausreichend Zeit, um sich zu vernetzen und einzelne Themen im Gespräch zu vertiefen.

Hochwasserforum 2026 Vorträge
Dr. Tilo Keller Vortrag auf dem Hochwasserforum 2026