VIELE STRÖMUNGEN – EIN ZIEL
Der Planungsprozess von
Hochwasserschutzmaßnahmen
Wie ein Fluss verläuft auch der Planungsprozess für Hochwasserschutzmaßnahmen selten geradlinig. Bevor eine Maßnahme umgesetzt werden kann, sind viele Planungsschritte, Verfahren und Abstimmungen nötig. Das braucht Zeit. Auch wenn Fortschritte erst nach und nach sichtbar werden, arbeitet die Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft gemeinsam mit Fachbehörden intensiv daran, die Erft-Region von der Quelle bis zur Mündung besser vor Hochwasser zu schützen. Folgende Infografik zeigt vereinfacht, wie dieser komplexe Prozess abläuft.
Einbindung relevanter Akteur*innen und Klärung unterschiedlicher Interessen.
Einbindung relevanter Akteur*innen und Klärung unterschiedlicher Interessen.
Erfassung von Flora und Fauna vor Ort, um eine belastbare Datengrundlage für Artenschutz, Planung und Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen.
Prüfung auf archäologische Denkmäler im Boden. Funde müssen dokumentiert und ggf. geschützt oder ausgegraben werden.
Planungstreffen im Vorfeld eines Projekts zur Festlegung von Umfang (Scope) und Zielen. Dient der klaren Definition von Anforderungen (z. B. Umfang Umweltverträglichkeitsprüfung), Erwartungen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller Beteiligten.
Ermittlung notwendiger Schutzkonzepte und Ausgleichsmaßnahmen
für betroffene Arten.
Bewertung der Auswirkungen des Vorhabens auf Natur, Landschaft, Wasser, Boden, Klima und Mensch.
Stellungnahme von Behörden, Verbänden und lnfrastrukturbetreibern, um Konflikte früh zu erkennen und Auflagen zu stellen.
Kauf oder Tausch notwendiger Grundstücke und Verhandlungen mit Eigentümer*innen.
Durchführung von Vergabeverfahren zur Beauftragung von Planungsleistungen, Kartierungen und Fachgutachten.
Untersuchung der Tragfähigkeit, des Bodenaufbaus und eventueller Schadstoffe, um eine sichere Bauweise und den Schutz des Bodens zu ermöglichen.
Ermittlung von Blindgängern im Boden, damit im Planungsgebiet gefahrlos gearbeitet/gebaut werden kann.
Legende
Keine festgelegte zeitliche Reihenfolge, z.T. parallele Durchführung
Kontinuierlich relevant und wiederholte Klärung erforderlich
HWS*
Hochwasserschutz
Die Erläuterungen zu den einzelnen Schritten sind hier noch einmal alphabetisch sortiert zum Nachlesen:
Archäologie: Prüfung auf archäologische Denkmäler im Boden. Funde müssen dokumentiert und ggf. geschützt oder ausgegraben werden.
Artenschutzprüfung: Ermittlung notwendiger Schutzkonzepte und Ausgleichsmaßnahmen für betroffene Arten.
Beauftragungen: Durchführung von Vergabeverfahren zur Beauftragung von Planungsleistungen, Kartierungen und Fachgutachten.
Bodengutachten: Untersuchung der Tragfähigkeit, des Bodenaufbaus und eventueller Schadstoffe, um eine sichere Bauweise und den Schutz des Bodens zu ermöglichen.
Flächenerwerb/-tausch: Kauf oder Tausch notwendiger Grundstücke und Verhandlungen mit Eigentümer*innen.
Interessenkonflikte: Einbindung relevanter Akteur*innen und Klärung unterschiedlicher Interessen.
Kampfmittel: Ermittlung von Blindgängern im Boden, damit im Planungsgebiet gefahrlos gearbeitet/gebaut werden kann.
Kartierung: Erfassung von Flora und Fauna vor Ort, um eine belastbare Datengrundlage für Artenschutz, Planung und Ausgleichsmaßnahmen zu schaffen.
Scoping-Termin: Planungstreffen im Vorfeld eines Projekts zur Festlegung von Umfang (Scope) und Zielen. Dient der klaren Definition von Anforderungen (z. B. Umfang Umweltverträglichkeitsprüfung), Erwartungen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller Beteiligten.
Träger öffentlicher Belange: Stellungnahme von Behörden, Verbänden und Infrastrukturbetreibern, um Konflikte früh zu erkennen und Auflagen zu stellen.
Umweltverträglichkeitsprüfung: Bewertung der Auswirkungen des Vorhabens auf Natur, Landschaft, Wasser, Boden, Klima und Mensch.