Ministerium bewilligt höhere Förderung für den Wiederaufbau

12. August 2025 | Aktuelles

Bad Münstereifel. Die Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 hat in Bad Münstereifel unvorstellbare Zerstörungen mit sich gebracht. An der öffentlichen Infrastruktur reichen sie von deutlich sichtbaren Spuren wie zum Beispiel riesigen Kratern in der Orchheimer Straße und Wertherstraße in der Kernstadt sowie eingerissenen Erftmauern in Arloff bis hin zu weniger auffälligen Schäden an Wald- und Wirtschaftswegen. Die Kosten der Beseitigung der Schäden werden durch Wiederaufbaumittel von Bund und Land gefördert. Dazu hat die Stadt schon 2021 einen Wiederaufbauplan (WAP) mit allen geplanten Maßnahmen aufgestellt. Auf Basis dieses Plans hat das Kommunalministerium NRW im Frühjahr 2022 Mittel in Höhe von rund 175 Millionen Euro zugesagt. Inzwischen sind vier Jahre vergangen. In dieser Zeit wurden viele Wiederaufbauprojekte umgesetzt, viele sind in Planung, andere wiederum stehen noch aus. Mit fortschreitendem Wiederaufbau ändern sich die Kosten. Zum einen liegt dies an den gestiegenen Energie-, Material- und Personalkosten. Andererseits liegt es daran, dass in die genaue Feststellung der – teils verdeckten – Schäden und in die Planungen vieler Maßnahmen inzwischen intensiver eingestiegen wurde.

Den geänderten Wiederaufbauplan hat die Stadt im vergangenen Jahr beim Ministerium eingereicht. Vor kurzem hat das Ministerium den Änderungs-WAP in Höhe von rund 28,3 Millionen Euro bewilligt.

Neue Pflasterung in der Unnaustraße mit Warnschildern abgesichert

„Damit liegt die Schadenssumme, die die Flutkatastrophe auf Bad Münstereifeler Stadtgebiet nach jetzigem Stand an der öffentlichen Infrastruktur angerichtet hat, bei mehr als 200 Millionen Euro“, resümiert Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian: „Zwölf Maßnahmen wurden ganz neu in den Wiederaufbauplan aufgenommen.“ Diese schlagen insgesamt mit rund 4,1 Millionen Euro zu Buche. Dabei handelt es sich um den Bolzplatz Eicherscheid (35.000 Euro), eine Mauer an der Kita Iversheim (840.000 Euro), Maßnahmen im Kurpark (1,17 Millionen Euro), die Instandsetzung des Gewässerdurchlasses im Bereich des Parkplatzes „Viadukt“ (90.000 Euro), die Urkunden der Städtepartnerschaften mit Fougères und Ashford (9.000 Euro), die Differenz zwischen den Kosten der Ersatzbeschaffung von Parkscheinautomaten und der entsprechenden Versicherungszahlung (20.000 Euro), eine Mauer am Wallgraben (390.000 Euro), einen Gewässerdurchlass an der Schleidtalstraße (390.000 Euro), die Brücke „Rönnstraße“ (228.000 Euro), die Schleidtalstraße (260.000 Euro), die Brücke „Im Spülchesberg“ (572.000 Euro) und der Parkplatz des Rathauses (100.000 Euro).